glaukom

Glaukom ist ein Überbegriff für eine Gruppe von Augenerkrankungen, die charakteristische und wahrnehmbare krankhafte Veränderungen des Sehnervs verursachen.
Der Sehnerv (Nervus opticus) leitet die Seheindrücke vom Auge zum Gehirn. Er ist mit dem Kabel eines Computers zu vergleichen, das Bildschirm und Recheneinheit verbindet. Im Gehirn wird die Information in ein Bild umgesetzt, das wir „sehen“.

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Ist der Sehnerv geschädigt oder verletzt, ändert sich die Weiterleitung der Information, der Seheindruck wird beeinträchtigt.
Durch die regelmäßige Untersuchung beim Augenarzt kann ein Glaukom frühzeitig erkannt und behandelt werden, noch bevor der Patient eine Sehstörung wahrnimmt.

Messung des Augeninnendruckes incl. Tagesdruckkurve

AugeninnendruckDie Messung des Augeninnendruckes ist ein wichtiger Bestandteil der Untersuchung bei Verdacht auf ein Glaukom. Der normale Augeninnendruck des Erwachsenen beträgt zwischen 10 und 21 mm Quecksilbersäule (mm Hg). Bei vielen Formen von Glaukom wird der Sehnerv durch zu hohen Augeninnendruck geschädigt. Die Sehnervenschädigung kann meistens durch eine Senkung des Augeninnendrucks gestoppt oder zumindest verlangsamt werden.

Gesichtsfelduntersuchung mit dem Computerperimeter

gesichtsfelduntersuchung-01Der Begriff Gesichtsfeld beschreibt das ganze Panorama, das wir sehen, während unsere Augen auf einen Punkt fixiert sind. Sind beide Augen in Ordnung umfasst das Gesichtsfeld nahezu 180°.

 

gesichtsfelduntersuchung-02Zur Abklärung eines möglichen Glaukoms wird das Gesichtsfeld mit dem neuesten Computerperimeter genau vermessen. Die Bilder werden abgespeichert und können noch Jahre später verglichen werden.

 

Untersuchung des Sehnervs

sehnerv-01Mit einem Augenspiegel (Ophthalmoskop) kann der Sehnerv vom Augenarzt direkt angesehen werden. Beim Blick in das Auge sieht man auf das eine Ende der Sehnerven diesen nennt man Sehnervenkopf (Papille)
sehnerv-02Er setzt sich aus ca. einer Million Nervenfasern zusammen. Die einzelnen, von den Nervenzellen der Netzhaut kommenden Nervenfasern sind fächerartig um den Sehnervenkopf herum angeordnet.

Kammerwinkelspiegelung (Gonioskopie)

kammerwinkelspiegelung-gonioskopieKammerwasserkreislauf:
Vor der Linse strömt das dünnflüssige Kammerwasser. Es liefert die Nährstoffe für Hornhaut und Linse. Wie bei einem See besteht im gesunden Auge ein Gleichgewicht zwischen Zufluß und Abfluß des Kammerwassers. Dadurch bleibt der Druck im Augeninneren konstant.

Gonioskopie:
Das Gonioskop ist ein Kontaktglas mit einem Spiegel, der schräg im Gonioskop eingearbeitet ist, sodass das Licht der Spaltlampe den schräg gegenüber liegenden, ansonsten nicht einsehbaren Kammerwinkel vor der Iriswurzel ausleuchtet. Der Kammerwinkel ist dann als Spiegelbild im Gonioskop sichtbar. Durch Drehen des Kontaktglases erhält der Augenarzt eine Rundumsicht auf die Strukturen des Kammerwinkels. Mit der Gonioskopie können verschiedene Formen des Glaukoms unterschieden werden.

 

 

 

 

 

Grüner Star kombiniert mit grauem Star

Beide Erkrankungen, d.h. sowohl die Katarakt als auch das Glaukom, sind typische Erkrankungen des höheren Lebensalters. Das Sehvermögen eines Glaukompatienten kann durch eine Katarakt viel nachhaltiger gestört werden als bei einem sonst gesunden Patienten. Der zusätzliche Sehverlust durch ein Katarakt wird hier also wesentlich deutlicher wahrgenommen.
Der Unterschied zwischen einem Glaukom und einer Katarakt liegt darin das der durch ein Glaukom entstandener Sehverlust entgültig ist und der einer Katarakt rückgängig gemacht werden kann.